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Einweihung der Kriegsgräberstätte auf dem Kirchhof in Neuenhagen-Nord am 8. Mai 2014

Auf dem Kirchhof der Kirche Neuenhagen-Nord sind 51 Opfer bestattet, die am Ende des 2. Weltkrieges in Neuenhagen bei Berlin zu Tode kamen.

Damit das kommende Geschlecht davon erfahre, die Kinder späterer Zeiten; sie sollten aufstehen und es weitergeben an ihre Kinder (Psalm 78,6)

Am 8. Mai 2014 wurde auf dem Kirchhof der Kirche in Neuenhagen-Nord die Kriegsgräberstätte eingeweiht. Der 8. Mai 1945, Tag der Befreiung, Tag des Kriegsendes. Hier auf dem Kirchhof wurden am Ende des 2. Weltkrieges 51 namentlich bekannte aber auch unbekannte Opfer in einem Massengrab bestattet. Aufgrund eines Blattes mit einer Liste von Namen, aber auch mit vielen Lücken in den Angaben, datiert vom 7. Mai 1945 und der Ortsangabe Gartenstadt Hoppegarten, ergab sich ein Hinweis auf dieses Massengrab. In Erinnerung gerufen wurde dieses Grab durch Recherchen im Rathaus der Gemeinde Neuenhagen. Angeregt wurden die Recherchen vor allem durch den unermüdlichen Einsatz von Frau Dr. Ackermann. Wichtige Erinnerungen gab es von Zeitzeugen wie Frau Busch, Frau Kortkamp, Frau Brockhaus, geb. Büttner, und auch anderen, die als Kind die letzten Kriegstage erleben mussten, die von hier Richtung Dahlwitz und weiter nach Berlin fliehen mussten und von weiteren noch unter uns lebenden Zeitzeugen.  die bei der Beerdigung von Angehörigen hier auf dem Kirchhof dabei waren.

Die hier bestatteten Opfer sind uns und unserer Generation eine Mahnung der Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft zu gedenken, sich also zu erinnern und das Erinnerte weiterzugeben.

Dietrich Bonhoeffer (Am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet)

Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.

In solchem Glauben müsste alle Angst von der Zukunft überwunden sein.

Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.

Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

Letzte Änderung am: 22.06.2016