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Herzlich Willkommen in der Evangelischen Verheißungskirchengemeinde Neuenhagen-Dahlwitz

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Die Erntedankgaben können Sie für die Kirche Dahlwitz am 28. September 2019 in der Zeit von 10:00 bis 11:00 Uhr oder vor den Erntedankgottesdiensten abgeben.

Stellenausschreibung

Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien

Unsere Gemeinde sucht zum baldigen Beginn eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien weitere Information (Stellenausschreibung des Kirchenkreises).

Ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken

Gedenken an Wolfgang Scharffenberg

Vor zweihundert Jahren komponierte der bekannte ukrainische Komponisten Bortnjanski, der auch am Hof des Zaren in St. Petersburg wirkte, die Melodie für ein Lied, das bereits siebzig Jahre zuvor von Gerhard Tersteegen verfasst wurde: „Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart“. In neueren Gesangbüchern findet es sich wieder mit allen sechs Strophen und wird daher in unseren Gottesdiensten gelegentlich gesungen. Vor allem aber konnten wir es hören, wenn der Bläserchor unter der Leitung von Wolfgang Scharffenberg auf dem Friedhof am Totensonntag zusammenkam. Im Hochsommer dieses Jahres ist Herr Scharffenberg überraschend gestorben. Er wurde im März des Jahres 1934 in Berlin geboren und wuchs mit seiner Mutter und einer jüngeren Schwester in Niederschönhausen auf. Durch den Krieg verlor er seinen Vater als er acht Jahren alt war. Jahre später konnte er mithilfe der Kriegsgräberfürsorge dessen Grab in Russland ausfindig machen und aufsuchen. Weil ein Lehrer, der im Nachbarhaus wohnte, ihm jeden Tag Klavierunterricht gab, konnte die besondere musikalische Begabung von Herrn Scharffenberg frühzeitig entdeckt und gefördert werden. Er erlernte auch das Spiel der Violine und das der Trompete und spielte später gern Posaune. Sein Berufswunsch war Werkzeugmacher, so lernte er in dem 1949 gegründeten VEB Bergmann-Borsig in Wilhelmsruh. Anschließend wurde er im Abendstudium an der Ingenieurhochschule in Berlin-Lichtenberg zum Maschinenbau-Ingenieur für Kraft- und Arbeitsmaschinen und später in einem postgradualen Studium zum Schweißingenieur ausgebildet. Die fünfundvierzig Jahre seines gesamten beruflichen Lebens arbeitete Herr Scharffenberg bei Bergmann-Borsig. Er war Gruppenleiter für Konstruktion und Fertigungsbetreuung. Er war in der Betriebsgewerkschaftsleitung als Vorsitzender der Rechtskommission für die Betreuung der betrieblichen Konfliktkommissionen zuständig. Zudem engagierte er sich ehrenamtlich als Schöffe am Stadtbezirksgericht Pankow. Nach der Wende wurde er Betriebsratsvorsitzender.

Eigentlich wäre er gern Musiker geworden. Er liebte die Musik von Franz Schubert. Mit seiner Tochter, die Geigerin ist, hat er dessen Sonaten aufgeführt. Die musikalische Ausbildung seiner Kinder und Enkel hat er begleitet und war bis zu seinem Tod ein wichtiger und kompetenter Ratgeber darin. Er selbst hatte eine große Bandbreite in der Musik. Er sagte dazu: „das will alles gespielt sein.“ Sei es Kaffeehausmusik, auch Schlager, Operette, klassische Musik. Er liebte die große Oper, insbesondere Wagner, Musik mit großen Orchestern. Er hat im Garten einfach so seiner Tochter das Meistersinger-Vorspiel vorgesungen. Ein besonderes Erlebnis war es für ihn, als er mit seiner Posaune im Konzerthaus Berlin mitspielen und mit Tochter und Sohn auf der großen Bühne mit anderen zusammen musizieren durfte. Musik war sein Leben. Von Jugend an spielte Herr Scharffenberg im Posaunenchor, viele Jahre lang im Chor der Stephanusstiftung in Weißensee und vielfach in Gottesdiensten. Bei uns in Dahlwitz spielte er immer am Heiligen Abend und am Ewigkeitssonntag auf dem Friedhof. Herr Scharffenberg hat auch im Chor der Marienkirche zu Berlin gesungen und dort vertretungsweise an der Orgel gesessen. Ja, er konnte auch Liturgie spielen. Seine vielen Aktivitäten konnte er nur mit einer minutiösen Zeiteinteilung bewältigen. Zugleich war er ein ganz fröhlicher Mensch, sehr begeisterungsfähig, er liebte geradezu die Superlative und sagte z.B. von einer Aufführung: „so etwas hast du noch nicht gehört!“ In der Musikschule Prenzlauer Berg war er aktiv, hat dort den Förderverein gegründet. Er erkannte gute Leistungen an und schätzte sie. Im öffentlichen Leben war er vielfach präsent und ein gern gesehener Gast. Nach dem Tod seiner Ehefrau wurde ihm für anderthalb Jahrzehnte eine erfüllte Zeit mit Frau Renate Saschowa geschenkt, mit der er in Birkenstein lebte, bis auch sie vor vier Jahren ganz überraschend von uns genommen wurde. Beide verband ein großer Freundes- und Bekanntenkreis und insbesondere die Liebe zur Musik. In einer bewegenden Trauerfeier haben wir in der Kirche zu Dahlwitz in diesem Sommer von Herrn Wolfgang Scharffenberg Abschied genommen und unter der Begleitung des Bläserchores das oben genannte Lied gesungen, in dem es dann heißt: „ich will, anstatt an mich zu denken, ins Meer der Liebe mich versenken.“

Losung vom 21. September 2019

Gott sprach zu Jakob: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; fürchte dich nicht. Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und will dich auch wieder heraufführen.
1. Mose 46,3.4

Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und tut sichere Schritte mit euren Füßen.
Hebräer 12,12-13

[© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine]
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Letzte Änderung am: 19.09.2019