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Urlaub

Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt

Wer in den Urlaub fährt, braucht dafür eine Erlaubnis. Es ist tatsächlich so, dass in dem Wort „Urlaub“ der Begriff „Erlaubnis“ steckt. „Urloup“ bedeutet im Mittelhochdeutschen, die Erlaubnis, sich zu entfernen. Wer im Berufsleben steht, füllt seinen Urlaubsantrag aus und bekommt die Erlaubnis, sich zu verabschieden. Genau das ist wichtig, Abstand zu bekommen. Schwieriger ist es, ihn auch innerlich während der Reise zu gewinnen. Die Erlaubnis dafür haben wir. Es sind vielerlei Gedanken und Sorgen vorhanden, von denen ich Abstand suche. Aufatmen möchte ich und frei sein. Es gibt auch Menschen, die ich für eine Weile aus meiner Sorge entlassen muss, um wieder gut für sie da sein zu können. Im Wegfahren – selbst, wenn es nicht weit ist – entferne mich, um Neues wahrnehmen und Auftanken zu können. Das ist ein Geschenk, mitten im Jahr, einfach so.

Es sind die ganz einfachen Dinge, die sich dann melden. Schön, wenn die Zeit dafür da ist, ihnen Raum zu geben. Ist es nicht anrührend, wenn ein älterer Herr, tief in sich versunken, am Strand eine Kleckerburg baut? Längst Vergessenes, Erstarrtes wird wiedergewonnen. Endlich mal Zeit, den Partner neu zu entdecken. Endlich Zeit für die Kinder. Zeit, sich gehen zu lassen, die Zügel fallen zu lassen und auszuspannen, auch Zeit, das Kind in sich zu spüren, mit aller Liebe und viel Vertrauen.

Der romantische Lyriker Josef von Eichendorff hat ein Sommerlied gedichtet: „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in die weite Welt.“ Es ist zum Volkslied geworden. Es enthält einen wichtigen Gedanken zum Reisen. Man zieht in die weite Welt um Gottes Willen. Es ist ein Geschenk, wegfahren zu dürfen. Daher ist das Reisen eine geistvolle Zeit. Im Englischen werden die Ferien holidays genannt, also heilige Tage, Tage zum heil Werden, zum Gesunden. Mit sich ins Reine kommen, danken und beten, schauen und hören, riechen und schmecken, tasten und fühlen. Nicht nur funktionieren, sondern mit allen Sinnen leben. Eine gute Sommerzeit und allen, die Ferien vor sich haben, einen gesegneten Urlaub, Holiday, eine heilige Zeit!

Losung vom 21. Juni 2018

HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlässt!
Psalm 84,13

Wo keine Hoffnung war, hat Abraham auf Hoffnung hin geglaubt.
Römer 4,18

[© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine]
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Letzte Änderung am: 19.06.2018