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Herzlich Willkommen in der Evangelischen Verheißungskirchengemeinde Neuenhagen-Dahlwitz

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Gott bleibt Herr der Geschichte

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott

Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung. Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.“

Offenbarung 15,3; Monatslosung für Oktober

Die Offenbarung ist das wohl strittigste Buch der Bibel. Sie ist ein Buch des Glaubens an Gottes Allmacht und ein Buch des Trostes. Beides, Glaubensstärkung und Trost, finde ich in ihr, auch wenn mir viele der Bilder fremd bleiben. Ich habe Freunde, die mit ihrer Hilfe das Weltende erklären. Ich selbst brauche auch die historische Perspektive zum Verständnis. Glaubensstärkung und Trost, davon singen „die den Sieg behalten hatten über das Tier“. Sie singen das Lied des Moses, denn auch sie haben ein Meer überwunden. Und sie singen zugleich das Lied des Lammes, denn sie sind Nachfolger Christi, die den Zeugentod gestorben sind.

Die Entstehung der Offenbarung wird in die reichsweite Christenverfolgung unter Kaiser Domitian datiert. Im Kaiserkult wollte dieser als „Herr und Gott“ angebetet werden. Für die Christengemeinde war der Herrscherkult und ist jede totalitäre Heils-ideologie Sünde gegen das erste Gebot. Lauheit, staatliche Verfolgung, Irrlehrer, theologische Auseinandersetzungen, falsche Propheten — die Bedrohungen waren vielfältig. Und darum mahnt der Seher Johannes zur Geduld, zum Durchhalten, zum Glauben. „Fürchte dich nicht vor dem, was du leiden wirst! … Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ (Offb. 2,10)

Johannes tröstet seine Gemeinden mit der Sicht auf den alles überwindenden und verherrlichten Christus. Seht auf das Lamm Gottes! Der Titel „Herr und Gott“ gebührt nur Gott, dem Schöpfer und Erlöser. Er allein hat die Macht, Leben zu schenken. Alle anderen Mächte bringen nur den Tod.

 „Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen!“

Jesaja 5,20; Monatslosung für November

Weh denen…, die sich selbst für klug halten, weh denen…, die den Schuldigen gerecht sprechen für Geschenke… Darum ist der Zorn des Herrn entbrannt über sein Volk und er gibt es den Feinden preis. Die soziale Ungerechtigkeit ist himmelschreiend. Das Recht, Gottes lebenspendendes Recht, wird gebeugt. Sogar das Land, das als Gottesgabe und Bundestreuebeweis nur zu nutzen, aber nicht zu besitzen ist, haben sie an sich gerissen. Der Prophet klagt die gottlosen Mächtigen, Fürsten und Politiker an. Zuviel Politik? Zu aktuell?

Die damals Mächtigen sind der Versuchung der Macht erlegen. Deshalb sind die Verse so aktuell wie eh und je! Ich halte es darum für bedenklich, wenn Amtsträger ihren Amtseid auf die Verfassung ablegen, aber nicht mit dem „So wahr mir Gott helfe“ vollenden. Der Mensch macht sich damit zum Zentrum und Maßstab, was er auch sein soll, aber nicht sein kann. Solche totale Selbstbestimmung ist Überforderung. Wer sich selbst zum Maßstab macht, verliert jeden Maßstab. Der sogenannte Autismus der Macht ist dämonisch. Die Macht muss dem dienen, der sie verleiht. Sonst gewinnt sie Eigenmacht und wird sie totalitär.

Der Prophet warnt, er beklagt die Selbstermächtigung, die Eigenermächtigung der Macht. Er sieht die Folgen: die Schwächung des Volkes, seine kommende Preisgabe an die Feinde. Und er sieht darin Gott am Wirken. Gott wird das Gottesvolk den Folgen seiner Übertretungen preisgeben. Solange Sünden nicht bekannt werden, ist Umkehr und sind Vergebung und Barmherzigkeit nicht möglich. Gott bleibt Herr der Geschichte! Und sei es nur dadurch, dass seine Gesetze – Gottesgebote und Naturgesetze – weiterwirken und Folgen tätigen. Jesaja ist der Prophet der Friedensvision: „Schwerter zu Pflugscharen“ (c. 2,4). Jesaja ist der Prophet der Weihnachtsbotschaft; er verkündet die Geburt des göttlichen Erlösers. Jesaja ist der Prophet der Gottesknechtslieder, die uns helfen, das Wunder von Ostern zu verstehen. Jesaja ist der Prophet, der nicht müde wird zu verkündigen, dass Gott sich einmischt.

Frieden sei mit uns allen,
Ihr Pfarrer Sven Täuber

Ukrainehilfe

Unterstützung von Flüchtlingen aus der Ukraine

Wenn Sie Flüchtlingen, die in unsere Gemeinde untergekommen sind, helfen wollen, dann spenden Sie bitte an unsere Gemeinde:

IBAN DE63 1005 0000 0190 6897 65

bei der Berliner Sparkasse. Kontoinhaber ist das Kirchenverwaltungsamt Berlin Süd-Ost. Bitte vermerken Sie im Verwendungszweck unbedingt "120 - Gemeindearbeit Ukraine", da ansonsten die Spende nicht unserer Gemeinde zugeordnet werden kann. Wenn Sie eine Spendenquittung von uns erhalten wollen, dann bitte auch den vollständigen Namen und die Adresse mit in den Verwendungszweck eintragen.

Ich danke Ihnen herzlich für Ihre Hilfsbereitschaft und den zahlreichen Helfern, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützen.

Wolfgang Raack
Vorsitzender des
Gemeindekirchenrates

Losung vom 2. Oktober 2022

Weh dem, der sein Gut mehrt mit fremdem Gut – wie lange wird’s währen?
Habakuk 2,6

Seht zu und hütet euch vor aller Habgier; denn niemand lebt davon, dass er viele Güter hat.
Lukas 12,15

[© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine]
[Weitere Informationen finden Sie hier]

Monatsspruch Oktober

Groß und wunderbar sind deine Taten,
Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung.
Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König der Völker.
Offb 15,3 (E)

Letzte Änderung am: 24.09.2022