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Herzlich Willkommen in der Evangelischen Verheißungskirchengemeinde Neuenhagen-Dahlwitz

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Klingende Dorfkirche (Neuenhagen-Nord)
Martin Schubert
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Familienfreizeit in Malche
Wolfgang Raack
Bad Freienwalde Missionshaus Malche e. V.

Gemeindebrief mit neuem Gesicht

Unser Gemeindebrief hat ein neues Gesicht. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der aktuelle Gemeindefbrief für vier Monate. Zukünftig erscheint er wieder wie gewohnt zweimonatlich, dann auch wieder mit den Veranstaltungen. Alle aktuellen Informationen finden Sie hier oder in den Schaukästen der Kirchen.

Neuer Gemeindepfarrer

Pfarrer Sven Täuber wurde zum neuen Gemeindepfarrer gewählt

Am 12. Mai 2020 wurde Pfarrer Sven Täuber unter Leitung von Superintendent Hans-Georg Furian und unter vorheriger Anhörung des Gemeindebeirates vom Gemeindekirchenrat zum neuen Gemeindepfarrer gewählt. Er hat die Wahl angenommen.

Die Amtseinführung von ihm und von Frau Judith Ziehm-Degner, unserer Mitarbeiterin für die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien, wird am 16. August 2020 um 14:00 Uhr unter Leitung von  Superintendent Hans-Georg Furian im Rahmen eines festlichen Gottesdienst gefeiert. Anschließend lade ich Sie recht herzlich zu einem Empfang bei Kaffee und Kuchen im Kirchgarten ein.

Wolfgang Raack, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates

Gottesdienste

Gottesdienste sind mit Einschränkungen wieder möglich

Ab sofort dürfen wieder Gottesdienste unter Beachtung von Regeln zum Infektionsschutz gefeiert werden. Die Regeln zum Infektionsschutz finden Sie > hier. Gruppen und Kreise dürfen sich allerdings weiterhin nicht treffen.

Pandoras Büchse

Was für eine Zeit! Staunend, andächtig, verblüfft - aber auch unsicher - halte ich im alltäglichen Ablauf mit diesem Gedanken manchmal inne. Das Corona-Pandemie-Geschehen hat unsere wohlvertraute Alltagswelt auf den Kopf gestellt. Es hat uns ausgebremst, aus dem Trott gerissen, zum Umdenken gezwungen. Es strapaziert die Nerven, fordert eine neue Rücksichtnahme, brachte berufliche Existenzen zu Fall und viele weitere in Gefahr. Und die Pandemie kostete Menschenleben.

Tausende verstarben mit oder durch das Virus, das für viele Menschen trotz intensiver Forschung nach wie vor eine unberechenbare Gefahr ist. Ungezählte Menschen entrannen ihrer oft erzwungenen Einsamkeit durch Suizid. Hinter verschlossenen Wohnungstüren konnten zu viele Kinder der Willkür gewalttätiger und überforderter Eltern nicht mehr entrinnen. Viele Erwerbstätige bangen in Kurzarbeit um ihre Arbeitsplätze oder kleinen Unternehmen, ringen um den Erhalt des Notwendigsten. Eltern sind von der enormen Mehrfachbelastung in Beruf und Familie erschöpft. Viele Menschen sorgen sich um die Wahrung des einst so mühsam errungenen Grundgesetzes und um das Bestehen unserer Demokratie.

Der Corona-Lockdown trug in seinem Windschatten eine Büchse der Pandora mit sich. Doch diese Büchse enthielt bekannterweise nicht nur das Übel. Am Boden fand sich noch die Hoffnung. Und die Hoffnung der Corona-Pandemie liegt im großen Nachdenken. Diese besondere Zeit zwang uns dazu, zu Hause zu bleiben und uns auf uns selbst zu besinnen. Es gab plötzlich keinen Freizeitstress mehr, weil nichts mehr ging. Weg war der Fluglärm im Minutentakt, frei waren die Straßen, klar wurden die Gewässer. Es ging ein Aufatmen durch die Natur. Eine Sehnsucht nach den existenziellen Dingen kam zum Vorschein: der innige Kontakt zu lieben Menschen, das gesellige Beisammensein mit Freunden, das Genießen eines Konzerts oder Restaurantbesuchs, das Ausruhen beim Lesen oder Radfahren, ohne vom nächsten Termin gejagt zu werden, Erlebnisse mit den eigenen Kindern teilen. Der erzwungene Stopp einer ganzen Gesellschaft barg die Chance wiederzuentdecken, dass wir mehr sind, als unser Alltagsgerüst – und dass uns dieses Gerüst aber auch zugleich Halt und Orientierung gibt: die erfüllende Erwerbsarbeit etwa, das unersetzliche Kaleidoskop eines Schulgeschehens für die Kinder und Jugendlichen, das soziale Netzwerk der Kindertagesstätten für die Jüngsten, der Entspannung bringende Sport am Nachmittag, die seelenstreichelnde Chorprobe, aber auch die demokratischen Strukturen unseres Staates, die Gewaltenteilung, die Pluralität unserer Gesellschaft und der wichtige politische Diskurs.

Aus dem Vermissen öffnete sich für viele der Blick auf das, worauf ganz gut verzichtet werden kann, auf das, was uns tatsächlich mehr stresst als bereichert. Kurzum, der Blick auf das Wesentliche wurde frei. So manche Antworten auf die Fragen „Was brauche ich eigentlich wirklich?“ und „Was kann ich dafür und für andere tun?“ traten zu Tage und sind so individuell wie wir Menschen selbst. Nur ein Beispiel: Wie viele Arbeitnehmer können seit dem Lockdown im Homeoffice sehr gut arbeiten und fallen als Berufspendler im täglichen Verkehr weg, haben mehr Zeit in der Familie statt in der Bahn oder im Auto?

Ein Junge in der Christenlehre sagte kürzlich sehr ernst zu mir: „Erst war nur die Natur da, und dann kam der Mensch und macht jetzt alles kaputt.“ Glücklicherweise erfindet sich das Wunderwerk Natur selbst im Vergehen wieder neu; doch das so vielschichtige und grundsätzlich in sich stimmige Gefüge wird durch uns Menschen permanent empfindlich gestört. Das macht diese Pandemie sehr deutlich, indem sie uns die Schattenseiten und Schwächen des von uns Menschen geschaffenen globalen Systems aufzeigt. Gott schuf uns Menschen als Teil dieser Welt, als Glied der Natur, und übergab sie unserer Fürsorge. Darin enthalten war auch der Auftrag, uns um uns und unsere Nächsten zu sorgen. Was für ein Gewinn wäre es doch für uns alle, wenn diese besondere Zeit uns dieser Fürsorge wieder näherbrächte, getreu dem 1970er-Jahre-Motto „Nimm dir Zeit und nicht das Leben!“.

Ihre Judith-Ziehm-Degner

Losung vom 5. Juli 2020

Freut euch und seid fröhlich im HERRN, eurem Gott.
Joel 2,23

Durch Christus Jesus, unsern Herrn, haben wir Freimut und Zugang in aller Zuversicht durch den Glauben an ihn.
Epheser 3,12

[© Evangelische Brüder-Unität - Herrnhuter Brüdergemeine]
[Weitere Informationen finden Sie hier]

Monatsspruch Juli

Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.
1.Kön 19,7 (L)

Letzte Änderung am: 20.06.2020